Fassungslos und zutiefst besorgt – Bürger warnen vor Zerstörung des Weihergut
Immenstadt, 29.03.2026 – Knapp 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich
am Sonntagnachmittag im Weihergut, um sich ein Bild vom geplanten Ausmaß der
Erddeponie zu machen. Zurück bleibt vor allem eines: große Sorge, dass ein
sensibler und schützenswerter Landschaftsraum unwiederbringlich zerstört werden
könnte.
Kritik an mangelnder Transparenz der Behörden
Viele Teilnehmer zeigten sich fassungslos, dass ein derart massiver Eingriff – konkret
ist von einer Aufschüttung zwischen zwei und vier Metern die Rede – in dieses
bedeutende Natur- und Erholungsgebiet überhaupt in Betracht gezogen wird. Das
Weihergut ist für Einheimische wie Touristen ein wichtiger Rückzugsort und ein
zentrales Naherholungsgebiet. Genau dieses steht aus Sicht der Bürgerinnen und
Bürger nun auf dem Spiel. Dieses Fleckchen Erde muss unbedingt bewahrt werden.
Deutliche Kritik richtet sich an die zuständigen Behörden. Sowohl die Stadt
Immenstadt als auch das Landratsamt Oberallgäu werden als intransparent
wahrgenommen. Entscheidungs- und Abwägungsprozesse seien nicht
nachvollziehbar und finden gar nicht statt. Es fehle an offener und ehrlicher
Kommunikation mit den Bürgern. Für viele steht fest: „Es man-gelt an Transparenz –
und damit auch an Vertrauen in die Verwaltungen.“
Unverständnis löst zudem die Begründung der Behörden aus, eine
Alternativenprüfung des Standorts sei entbehrlich, da das Gebiet bereits vor 13
Jahren als Erddeponie genutzt worden sei. Für die Bürgerinnen und Bürger ist dies
eine leichtfertige Argumentation, die der Tragweite des Eingriffs nicht gerecht wird.
Die Versammelten fordern daher nachdrücklich: „Die Standortwahl muss umfassend
geprüft und das geplante Ausmaß der Erddeponie grund-legend überdacht werden.“
Im Kern geht es um den Erhalt eines wertvollen Landschaftsraums, der nicht
kurzfristigen, monetär getriebenen Interessen geopfert werden darf. Die Bürgerinnen
und Bürger kündigten an, sich weiterhin entschlossen für den Schutz des Weiherguts
einzusetzen und fordern Transparenz sowie einen offenen Dialog – bevor irreversible
Fakten geschaffen werden.
Wichtig: Ende der Frist für Einwendungen ist der 20.April
Die Online Petition openpetition alpseelandschaft läuft weiter
Jetzt unterstützen! Helfen Sie mit, dieses wertvolle Stück Heimat zu bewahren, und unterzeichnen Sie unsere Online-Petition.

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